Küchenklatsch // Schokolade macht glücklich {mit Rezept}

Schokolade birgt Glücksgefühle. Und die brauchen wir manchmal, um das, womit uns das Leben manchmal so konfrontiert, besser aushalten zu können. 

Heute habe ich für euch eine ganz große Portion Schokolade im Rezept - aber auch eine Geschichte, die nicht so leicht zu verdauen ist. 



Wie ihr wisst, bin ich im Oktober letzten Jahres von München nach Hamburg gezogen. Voller Optimismus für einen Neuanfang, voller Vorfreude auf einen neuen Job und Neugier auf eine neue Stadt. Einen Monat lang lief alles gut. Der Job war anstrengend und stressig, machte aber Spaß und stellte mich tagtäglich vor neue, tolle Herausforderungen. Ich schickte mein erstes, allein produziertes Menü für 230 Pax auf die Reise und malte 230 Notenschlüssel mit Schokolade auf Porzellanteller. Ich backte und rührte, träumte und kreierte und machte so viele Überstunden, dass ich kaum dazu kam, meine neue Stadt kennenzulernen. Aber ich hatte Spaß! Ich war voll in meinem Element und genoss mein neues Leben. Die Entscheidung, umgezogen zu sein, bereute ich nicht. 

Bis ich Anfang Dezember mit zwei Kollegen nach der Arbeit etwas Trinken ging. Und mir jemand etwas in die Cola kippte. Was folgte, waren die schlimmsten Tage und Wochen meines Lebens. Ich halluzinierte und kam in eine Klinik. Tagelang fragte ich mich, ob die Erinnerungen, die ich hatte, tatsächlich Erinnerungen oder Einbildung waren. Ob mein Kopf sich da gerade etwas ausdachte oder ob Ereignisse tatsächlich so stattgefunden hatten. 

Einen Monat verbrachte ich im Krankenhaus, dann zwei Monate bei meinen Eltern. Weil ich mich schwach fühlte, begann ich, Krafttraining zu machen. Weil ich mich weigerte zu glauben, dass ich plemplem war, kam ich nach Hamburg zurück. Inzwischen habe ich genug Beweise, dass mir tatsächlich jemand Drogen verabreicht hat. Die Polizei ermittelt und ich versuche, wieder in ein normales Leben zurückzufinden. Ich bin mit dem "Hamburger Modell" zur Wiedereingliederung wieder an meinem "alten" neuen Arbeitsplatz und arbeite Schritt für Schritt daran, wieder zu meiner alten Form zurückzufinden. 

Aber Hamburg fühlt sich für mich fremder an als vor dem Vorfall. Und auch wenn ich nie gedacht hätte, dass ich das einmal sage, muss ich doch gestehen, dass ich München vermisse. Vielleicht lebe ich mich hier wieder ein. Vielleicht steht aber auch bald wieder ein Umzug bevor - wer weiß? Eine gute Freundin hat mir kürzlich erst ermutigend versichert, dass es im Zweifelsfall ja immer noch Plan B bis F gibt, falls ich Plan A (Hamburg) aufgebe. 
Doch jetzt kommt erst mal der Frühling und ich gebe der Stadt noch eine Chance... 



... und euch eine große Portion Schokolade: 

Schoko-Tarte mit Bananenkaramell und Oreo-Boden 

Boden: 

28 Oreo-Kekse 
125 g Butter

Butter schmelzen. Oreo-Kekse mit dem Mixer oder im Gefrierbeutel mit dem Wellholz fein zerkrümeln und mit der flüssigen Butter vermischen. Eine gefettete Torte-Form damit auslegen. 

Bananenkaramell: 

2 reife Bananen 
80 g Zucker 
200 ml Sahne 
1-2 Prisen Fleur de Sel

Den Zucker nach und nach in einem Töpfchen karamellisieren. Den Karamell mit der Sahne ablöschen und zum Schluss die in kleine Würfel geschnittenen Bananen unterziehen. Nach Geschmack salzen. 

Masse auf dem Oreo-Boden verteilen. 

Canache: 

400 g Sahne 
150 g Zartbitter-Kuvertüre

Kuvertüre hacken. Sahne erhitzen und die Schokolade unter Rühren darin auflösen. So lange rühren bis eine homogene Masse entsteht. 

Auf den Bananenkaramell gießen und die Tarte über Nacht im Kühlschrank anziehen lassen. 

Vor dem Servieren mit Fleur de Sel bestreuen. 

Zugegeben, es ist ein bisschen schade, dass man einige Stunden warten muss, bis man das Kunstwerk genießen kann... aber es zergeht auf der Zunge und die Mischung aus Salzkaramell, Banane und Schokolade ist für jeden Genießer ein Traum. Genießt es! 

♥︎sabrina





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