Back to Business {mit Rezept}

Gerade wollte ich auf der Arbeit mit dem Aufzug nach unten in die Pâtisserie fahren, als mein Kollege an der offenen Tür vorbeilief und mir mit einem fetten Grinsen den Satzbehälter der Kaffeemaschine entgegenhielt.
"Na, ein bisschen Kaffeesatz gefällig?" 


Nein, danke. Ich erinnerte ihn daran, dass er mit eigenen Augen gesehen hatte, wie ich damals meine "Taufe" bekommen hatte, und wie lang es dauerte, besagten Kaffeesatz und sonstige Küchenabfälle wieder aus meinen Haaren zu waschen. 

Ziemlich genau ein Jahr ist das jetzt her und in diesem Jahr hat sich so viel getan, obwohl ich die meiste Zeit das Gefühl hatte, mit jedem Schritt nach vorn wieder zwei zurückzugehen. 



Ihr habt mitverfolgt, wie es mir in der Meisterschule erging, wie meine Leidenschaft für meinen Beruf kurzzeitig verschwand und ich mehr als einmal im Monat darüber nachdachte, einfach alles hinzuschmeißen. Das Jahr hat definitiv Seiten meiner Persönlichkeit zutage gefördert, von denen ich nicht geglaubt hätte, dass sie ein Teil von mir sein könnten. 
Umso stolzer bin ich, dass ich durchgehalten habe (auch wenn diejenigen, die nicht selbst live dabei waren, vermutlich nur schwer nachvollziehen können, was dieses eine Jahr mit einem Menschen macht). 

Inzwischen bin ich erholt und habe den Spaß am Leben und an meinem Beruf wiedergefunden. Den Feierabend weiß ich jetzt noch viel mehr zu schätzen als früher - es ist, als würde eine riesige Last von einem genommen, wenn man weiß, man hat ein paar Stunden für sich, bevor man sich gedanklich und körperlich wieder der Arbeit zuwenden muss.* 

Allerdings bin ich im Moment noch an einem Punkt, wo ich lieber koche als backe. Aber keine Angst: ich finde mich schnell wieder in mein Metier ein - im Moment habe ich selbstgemachtes Eis im Froster und Mürbeteig auf der Arbeitsplatte. 

Und dass es allerhöchste Zeit für mich wird, auch wieder regelmäßig zu bloggen, steht außer Frage! Endlich habe ich wieder (auch wenn das jetzt negativ klingen mag, aber durchaus positiv gemeint ist) einen Nerv für meine Hobbies und Inspiration für Schönes. 

DAS LEBEN HAT MICH WIEDER!!! :) 

Das Rezept, mit dem ich meine Wiederkehr in die Seite des Lichts und Frohsinns feiern möchte, ist so praktisch wie lecker und zum Verschenken ebenso geeignet wie zum Selber-Schlemmen: Gemüsequiche. 



Quiche zum Variieren und Abwandeln 

- Menge für eine Springform ∅26 cm - 

120 g Butter, kalt und in Stücken
240 g Mehl 
Salz 
1 Ei Größe M 

Mehl, Butter und Salz mit den Händen oder kurz in der Küchenmaschine glatt arbeiten. Sobald grobe Brösel entstehen, das Ei zugeben (die meisten Quiche-Teige sind in der Regel ohne Ei - ich gebe es für eine gute Bindung aber gerne dazu; optional kann es aber auch durch etwas Wasser ersetzt werden, um dem Teig etwas Flüssigkeit zu geben). 

Eine Quiche- oder Tarteform mit etwas Butter fetten und mit dem ausgerollten Teig auslegen. Kühl stellen, während die Füllung zubereitet wird. 

Für die Füllung werden ca. 250-300 g Gemüse benötigt - der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ich habe für diese Quiche verwendet: 

Möhren
Zuckererbsen 
Zucchini
rote Paprika 
Tomaten 

Alles würfeln und in einer Pfanne mit etwas Olivenöl andünsten. Mit gewürfeltem Feta-Käse mischen und mit Salz und Pfeffer würzen, dann auf den Mürbeteig geben und gleichmäßig verteilen. 



Guss: 

4 Eier
130 g Sahne 
Salz, Pfeffer 

Eier mit dem Schneebesen glatt rühren, Sahne und Gewürze untermischen und alles über die Füllung in die Quicheform gießen. Das Gemüse sollte gerade so bedeckt sein. 
Mit gewürfeltem Gouda bestreuen und im Ofen bei 180°C Heißluft ca. 35 Minuten backen bis der Guss angestockt ist und die Oberfläche appetitlich gebräunt ist. 
Lauwarm oder kalt genießen! (Reste später essen, verschenken oder einfrieren.)

Morgen ist der erste Schultag in Bayern - an dieser Stelle also allen neuen Meisterschülern viel Glück und gute Nerven (kauft am besten schon mal Baldrian, Bachblüten, Zigaretten und Alkohol - und Styropor in rauen Mengen, ihr werdet es brauchen)!

Ich habe bereits wieder in meinen "alten" Alltag zurückgefunden. Dementsprechend könnt ihr ab sofort wieder auf regelmäßige Posts und neue Rezepte von mir freuen. 
Und an dieser Stelle noch einmal Danke dafür, dass ihr dieses Jahr mit mir durchgehalten habt! 

♥︎sabrina




* Während der Schulzeit war das anders: dort war man oft auch nach 12 Stunden Schule noch nächtelang damit beschäftigt, Rezepte umzurechnen oder sich besonders kreative Garnierungen auszudenken, die am nächsten Tag ohnehin wieder für schlecht befunden wurden. 

2 Kommentare :

  1. schön wieer von IDr zu lesen und kann es gut verstehen dass dir nun mehr nach Kochen ist. Da ist der Quiche doch eine wunderbare Alternative. schmckt übrigesn auxh sehr lecker mit Hokaido Kürbis und bunten Kartoffeln in Blau / Rot / gelb schau mal nach bei Ellernbergs kartoffelviellfalt. Einiges davon baue ich auch in meinem Garten an. Liebe Grüße von Frauke

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    1. Danke für den Tipp! Das klingt lecker! Aus den Gemüseresten plus Hokkaido und Kohl habe ich am nächsten Tag eine Gemüselasagne gemacht... Auch sehr fein. :)
      <3 sabrina

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