Madeleines {oder Cookies auf Amerikanisch}

Sprache fasziniert mich. Wahrscheinlich hat das mit meiner Vergangenheit als Journalistin zu tun, vielleicht kommt es aber auch daher, dass in meiner Familie schon immer sehr viel gelesen wurde und ich das Haus nur äußerst selten verlasse, ohne vorher ein Buch in meiner Handtasche versteckt zu haben.



Fremdsprachen machen da übrigens keine Ausnahme. Und besonders spannend finde ich, welchen Unterschied in einer Redewendung oder Ausdrucksweise regionale Einschläge machen können. Amerikaner, zum Beispiel, deklarieren mit Vorliebe alles, was klein und gebacken ist, als Cookie, egal, ob das mit den Bezeichnungen im Rest der Welt konform ist oder nicht. 

In Großbritannien (und übrigens auch in Neuseeland) unterscheidet man zwischen cookies und biscuits. Biscuits sind Kekse und Gebäck, zum Beispiel auch Weihnachtskekse. Cookies sind eigentlich nur die Art von Kekse, die wir hier ebenfalls unter der Bezeichnung Cookies kennen: rasch zusammengehackte Teige mit groben Schoko- oder Nussstückchen, die beim Backen etwas auseinanderlaufen und im Idealfall in der Mitte soft und außen knusprig aus dem Ofen kommen. Cookies eben. 

Für die Amerikaner zählen selbst Madeleines zur großen, allumfassenden Gruppe der cookies. Madeleines! Das zarte, weiche Biskuitgebäck der Franzosen, das auf der Zunge zergeht und in der Herstellung und Geschmack Welten entfernt ist von den vielgeliebten Chocolate Chip Cookies



Am besten schmecken Madeleines natürlich in Paris, frisch aus der Konditorei. Mein Lieblingskonditor/-foodjournalist und Wahl-Franzose David Lebovitz würde mir da sicherlich zustimmen. Aber auch er gibt sicherlich gern zu, dass wenn einen das Fernweh überkommt und man sich einfach nach dem zarten, feinkrumigen Gebäck sehnt, man auch mal eine Ausnahme machen und jenseits Frankreichs Grenzen zum Backblech greifen und seine eigenen Madeleines backen darf. Deshalb hat er sich vor einigen Jahren ein Herz gefasst und zusammen mit seinem Rezept für glasierte Zitronen-Madeleines auch eine ganze Reihe Tipps und Tricks zum Backen gepostet. Nachbacken dringend empfohlen! 

Für meine Mini-Madeleineform habe ich das Rezept auf ein Ei heruntergerechnet und immer noch so viele herausbekommen, dass ich Madeleines verschenken konnte und trotzdem selbst noch genug übrig hatte. Und ich finde dafür, dass es mein erster Versuch war, sind sie gar nicht schlecht geworden! 

♥︎sabrina

2 Kommentare :

  1. Mhh, ich habe mir das Rezept durchgelesen, klingt sehr gut. Madeleines sind einfach ein Genuss, am liebsten dazu ein Glas kalte Milch.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, du hast Recht, ein Glas kalte Milch passt hervorragend dazu!

      ♥︎sabrina

      Löschen

Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, mir ein paar Zeilen zu hinterlassen. Sobald das Gebäck der Stunde im Backofen und der Timer gestellt ist, werde ich deinen Kommentar lesen und freischalten!