Zuckerkunst // Traganthblüten

Manche Dinge macht man als Konditor jeden Tag. Massen anschlagen. Teige kneten. Den Backofen regulieren. 
Manche macht man - je nach Konzept oder Arbeitseinteilung - mehrmals die Woche: Torten einstreichen, Früchte glasieren, Pralinen überziehen. 

Und manche Dinge, die macht man einfach ganz, ganz selten. Schaustücke aus Kuvertüre herstellen, zum Beispiel. Zucker ziehen. Oder Traganth-Blüten modellieren. 
Letzteres gehört wohl zu einer fast aussterbenden Kunst (die möglicherweise jedoch durch den aktuellen Back- und Blog-Hype jedoch ein Comeback feiern könnte)



Die Verarbeitung von Zuckermassen mit Traganth ist zeitintensiv, erfordert Geduld, Fingerspitzengefühl und Artistik - was letztlich dazu führt, dass Torten mit dieser Art von Dekor hierzulande* nahezu unbezahlbar sind. Dies wiederum bedeutet, dass diese Kunst im Alltag nur sehr selten angewandt wird. 

Weil ich selbst aber alle Aspekte meines Berufs kennenlernen und anwenden möchte, habe ich diese Woche ein zweitägiges Seminar besucht, das sich mit englischen Hochzeitstorten allgemein und der Herstellung von Traganthblüten im Speziellen beschäftigt hat. 

Davon erzähle ich euch ein ander Mal, und ohne euch weiter mit der Theorie langweilen zu wollen, folgt hier nun die Bilderwelle. Blüten über Blüten, aus allen möglichen Winkeln: 

Das Blumenbouquet aus Orchidee, Rosen, Nelke und Winterjasmin:


Nelke und Rosen noch einmal im Detail: 


Und hier noch die Nelke unten an der Torte zwischen Spitzendekor: 


Die Hintergründe zur Entstehung dieser kleinen Kunstwerke und Details zum Seminar gibt es nächstes Mal - und damit auch die nächste Foto-Flut. 

♥︎sabrina

0 Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, mir ein paar Zeilen zu hinterlassen. Sobald das Gebäck der Stunde im Backofen und der Timer gestellt ist, werde ich deinen Kommentar lesen und freischalten!