365 Tage Zimtzauber & Zuckernebel

Erinnerungen sind schon etwas Seltsames. Wenn ich auf die Vergangenheit zurückblicke, scheine ich oft nur an die positiven Dinge zurückzudenken. Wenn ich jetzt an mein Studium in Neuseeland zurückdenke, scheint es nur sonnige Tage am Strand zu geben. Regentage, Liebeskummer, Heimweh und Prüfungsstress kommen mir nicht in den Sinn - obwohl meine Tagebücher von damals eindeutig belegen, dass es auch schlechte Tage gab. London erscheint mir in meiner Erinnerung als eine pulsierende Stadt voller Leben, ich denke Stadtspaziergänge bei Frühlingswetter und spannende Museumsbesuchen - nicht jedoch an die langweilige, unzufriedenstellende Arbeit und das schlechte Essen, die meinen Alltag bestimmten. 

Und wenn ich daran denke, was vor einem Jahr war, fällt es mir schwer zu glauben, dass ich kurz vor dem Ende meiner Ausbildung im Dauerstress war und nichts anderes im Kopf hatte als die Frage, ob eine Sahnetorte ein zu großes Risiko für eine Prüfungstorte sei oder ob ich nicht lieber auf Nummer Sicher gehen und zur altbewährten Buttercreme-Torte mit Massa-Überzug zurückkommen sollte. 



In diesem Jahr ist auf dem Blog und in meinem Leben viel passiert. Ich entmystifizierte das Macaron, teilte mit euch meine drei Lieblingsrezepte mit Matcha, Lemon Curd und Champagner und zeigte euch, wie Macaron-Schalen meiner Pazifik-Torte einen zusätzlichen optischen Reiz verliehen.  
Der Frühsommer startete dann mit einem kleinen Workshop in Tortenbau-Kunde. Die Open Air-Saison wurde eingeläutet und mit ihr stellte ich euch meine Eis-am-Stiel-Kuchen vor, für die ich erst kürzlich wieder ein neues Rezept kreierte. 

Im Juli kam dann der Tag, auf den ich so lange hingearbeitet wurde: meine Gesellenprüfung, bei der ich mein Können unter Beweis stellen konnte und Kammersiegerin wurde. Danach konnte ich endlich wieder frei von der Seele weg Cupcakes backen und mich auf Wohnungssuche begeben. Im Herbst, als ich mich bereits in München eingelebt hatte, wagte ich mich schließlich an Cake Pops. Den Weihnachtstrubel genoss ich in vollen Zügen - auch wenn ich ihn auf dem Blog schlichtweg ausließ - und in das neue Jahr startete ich voller Optimismus mit Zimtschnecken und Vanillecupcakes. Die gute Laune bekam schon bald einen kleinen Dämpfer, als die München-Lethargie um sich griff und nur noch mit Cookies in Schach gehalten werden konnte. 

Seitdem war dieses Jahr gefühlstechnisch ein ewiges Auf und Ab -  genau wie mein Valentins-Menü. Angeblich aber geht es derzeit allen Menschen so. Grund dafür soll das Uranus-Pluto-Quadrat am Firmament sein und weil der Mensch an irgendetwas glauben muss, glaube ich jetzt einfach mal dran (und auch daran, dass nach Ostern alles besser werden soll) - und schaffe mir weiter schöne Momente am Sonntagmorgen

Auf ein neues Jahr Zimtzauber & Zuckernebel! 

♥sabrina



2 Kommentare :

  1. Herzlichen Glückwunsch zum Bloggeburtstag!

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Sabrina,
    Ich gratuliere Dir und wünsche weiterhin viel Glück.
    Mach weiter so
    Alles Liebe
    Caro

    AntwortenLöschen

Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, mir ein paar Zeilen zu hinterlassen. Sobald das Gebäck der Stunde im Backofen und der Timer gestellt ist, werde ich deinen Kommentar lesen und freischalten!