Rezept // Pumpkin Pie

Die Zeit vergeht wie im Flug. Eben noch war Sonnenschein, Spätsommer, Wies'n-Anstich. Die Gespräche drehten sich darum, ob eine Lederhose für €200 für einen Nichtbayer ebenso gut ist wie eine für €1000 (dreimal Umändern im Preis mit inbegriffen). 
Jetzt ist das Oktoberfest schon fast wieder vorbei, die Euphorie ist abgeklungen, der Herbst hat Einzug gehalten und in Supermärkten und Bäckereien gibt es schon Spekulatius und Lebkuchen zu kaufen. 
Eben noch fieberte ich voller Nervosität meinem ersten Arbeitstag entgegen, war kaputt und alle nach dem ersten Riesen-Event bei der Arbeit, konnte vor lauter Desserts nichts Süßes mehr essen. Jetzt habe ich schon meinen Rhythmus gefunden, habe das Gefühl, mich einigermaßen in die Arbeit hineingefunden zu haben und zu wissen was ich tue. Der erste Monat ist vorbei und jetzt wird alles leichter. {Inzwischen habe ich sogar die Sache mit der Nachttram im Griff! siehe Bahnkarma}




Der Oktober ist da und mit ihm die Kürbiszeit. Deshalb habe ich heute ein Rezept für euch, auf das ich im Herbst immer wieder gerne zurückkomme. Pumpkin Pie kennt man als amerikanische Spezialität - leicht süßlich, irgendwie ein Zwischending zwischen Mahlzeit und Dessert (also ideal für mich, denn ich esse ja bekanntlich Kuchen schon zum Frühstück...). 

Die Herstellung ist denkbar einfach: eine Tarte-Form wird mit Mürbeteig ausgelegt, Kürbispüree wird mit Eiern und Gewürzen verquirlt und in die Form gegossen, nach einer knappen Dreiviertelstunde im Ofen kann man das Werk genießen. Wirklich aufwändig ist nur die Herstellung des Kürbispürees, aber mit etwas Zeit und einer guten Küchenmaschine ist das auch kein Problem. Ich benutze hierfür am liebsten den Thermomix in der elterlichen Küche, damit geht's einfach am schnellsten, aber wenn die Stücke weich und klein genug sind, funktioniert ein Pürierstab ebenso gut.




Pumpkin Pie 


Boden: 

200 g Mehl 
125 g Butter, in Stücken 
1 EL kaltes Wasser (oder etwas Eiweiß)
je 1 Prise Salz und Zucker 

Zu einem glatten Teig verkneten, ausrollen und eine gefettete Tarteform damit auslegen. 




Füllung: 

1 Hokkaido-Kürbis 
4 Eier 
2 EL Crème fraîche 
50 g Zucker 
Nelken
1/4 TL Zimt 

Den Kürbis mit einem scharfen Messer in Stücke teilen, Kerne entfernen und die Stücke auf einem Backblech im Ofen ca. 45 Minuten lang bei 180°C weichgaren. Dann mit den Eiern, Crème fraîche und Gewürzen pürieren und in die ausgelegte Form füllen. 
Bei 180-200°C nochmals ca. 40 Minuten backen. 


3 Kommentare :

  1. Das schaut fantastisch aus. Ich habe auch gerade einen im Ofen. Das wird mein erster Pumpkin Pie. Allerdings habe ich den Kürbis einfach klein geschnitten und in einem Topf weich gekocht. Aber ich glaub bei dem nächsten Püree mach ich es so wie du :)

    Liebe Grüße, Sina

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    1. Im Topf weich kochen geht natürlich auch, da hast du Recht. Vielleicht liegt's an meinem Beruf, dass ich auf das Naheliegende nicht gekommen bin, sondern immer als erstes zum Ofen tendiere. ;)

      ♥sabrina

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  2. Der war einfach wunderbar, ich habe ihn leicht abgewandelt nachgemacht und mit etwas Gewürzsahne dekoriert!!

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Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, mir ein paar Zeilen zu hinterlassen. Sobald das Gebäck der Stunde im Backofen und der Timer gestellt ist, werde ich deinen Kommentar lesen und freischalten!