Das Brot {oder: Fremdgegangen.} // mit Rezept

Haltet euch fest, setzt euch hin, atmet gleichmäßig weiter, was auch passieren mag...
Ich hab es getan! Ich bin fremdgegangen. 




Ich, überzeugte Konditorin aus Leidenschaft, die nicht ohne ein Stück Torte im Durchschnitt pro Tag existieren kann, habe Brot gebacken. 
Ja, bin ich denn noch ganz normal? Werde ich jetzt auch noch zum Bäcker oder was? 
Hm, nein, wahrscheinlich nicht, obwohl ich sagen muss, dass es mich doch reizen würde, zu lernen, wie man mit richtiger Teigführung, Gare usw. perfekte Brote backt. Es steckt doch eine richtige Wissenschaft hinter dem, was unser Bäcker des Vertrauens jeden Tag tut, damit wir perfekte Brötchen auf dem Frühstückstisch haben! 
Lange Rede kurzer Sinn - der tatsächliche Auslöser für meine Begeisterung fürs Brotbacken war eine Thermomix-Vorführung, bei der unter anderem eben auch Brot gebacken wurde, das so himmlisch locker-leicht schmeckte, dass ich kurzerhand beschloss, der Verführung nachzugehen und fremdzubacken. {Das Rezept findet ihr hier. Abgewandelt habe ich es in der Hinsicht, dass ich einen Tick weniger Flüssigkeit verwendet habe - 250 g Wasser reichen meiner Meinung nach völlig. Übrigens funktioniert das Brotbacken natürlich auch mit jeder anderen Küchenmaschine mit Knetfunktion.}

Aus Mehl, Wasser, Hefe und Salz entstand in kürzester Zeit ein geschmeidiger Teig, den ich drittelte und aus dem ich Stränge formte. Die legte ich in die Mulden des kleinen Baguette-Bleches, das sich meine Mutter vor einiger Zeit schon zugelegt hatte. (Sie hat übrigens schon öfter Brot gebacken.) Nachdem die Rohlinge 30 Minuten gegangen waren, schnitt ich sie ein und steckte das Blech in den Konvektomat, sodass zusätzlich zur Backhitze auch Wasserdampf abgegeben wurde und sie schön aufgingen. 



Währenddessen bereitete ich einen sommerlichen Brotaufstrich zu:

1 Karotte
1 kleine Tomate
1 kleine Paprika
1/2 kleine Zwiebel
1 hart gekochtes Ei
100 g Frischkäse
50-80 g Weichkäse (z.B. Camembert)
1/2 TL getrocknete Chili
1 TL Paprikapulver
1 TL fein gehackte Kräuter nach Wahl (frisch oder getrocknet)
1/2-1 TL grobes Meersalz
Cayenne-Pfeffer und schwarzer Pfeffer nach Geschmack 

Das Gemüse wird geraspelt oder im Mixer fein gehackt. Gegebenenfalls wird ein Teil der Flüssigkeit abgeschüttet, da der Brotaufstrich sonst zu dünnflüssig werden kann. Dann werden Frischkäse, Kräuter und Gewürze beigegeben und alles gut vermischt. 

Vom Brotbacken bin ich restlos begeistert und der Aufstrich schmeckt angenehm frisch und leicht. Und selbstgemacht ist er durchaus auch ein tolles Mitbringsel spätsommerlichen zum Grillabend. 

Habt ihr auch schonmal fremdgebacken und euch in ein Metier gewagt, dass mit dem, was ihr sonst tut, verwandt ist, aber eigentlich nichts zu tun hat? 

6 Kommentare :

  1. Wenn man einmal angefangen hat, Brot zu backen, kann man nicht mehr aufhören oder???
    Ich liebe auch Kuchen und Co., aber Laugenstangen oder ähnliches müssen sein.....
    Dein Brot sieht richtig klasse aus- Yummie!
    Alles Liebe, Cathi von Carpe Kitchen!

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    1. Danke Cathi! Ja, ich muss sagen: ich bin echt begeistert. Im Grunde ist es so einfach und schmeckt so toll! Ganz anders als vom Bäcker! (Womit ich jetzt keinen Bäcker herabwerten will - im Gegenteil, ich hab's ja im Post schon verdeutlicht: ich hab Respekt vor dem, was Bäcker tun. Aber selbstgebacken ist eben einfach anders!)

      ♥sabrina

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  2. Also für mich gibt es nichts besseres als zu schmecken, dass das Brot welches aus dem eigenen Ofen gekommen ist tatsächlich schmeckt, da werden ne Menge Glückshormone freigesetzt, du wirst es eh auch selbst gespürt haben :)
    Und das du fremd gegangen bist ist doch nicht schlimm, es ist ja auch nicht richtig fremd gehen, sondern eher eine Erweiterung deiner Fähigkeiten!
    Das Brot sieht lecker aus :)
    Liebe Grüße,
    Fräulein Laune
    (ehemals die Anfängerin)

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    1. Wie Recht du doch hast! Dieses Erfolgserlebnis, ein leckeres Brot selbst gebacken zu haben, ist einfach phänomenal. :)

      ♥sabrina

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  3. Der Brotaufstrich sieht sehr lecker aus! Den Aufstrich kann man sicher auch als Dip verwenden, oder?

    Schön, dass du dich an das Erlebnis Brot backen herangewagt hast!

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    1. Klaro, funktioniert als Dip genauso gut. Allerdings würde ich dann etwas mehr Frischkäse zugeben, damit die Konsistenz passt.

      ♥sabrina

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