Karamell {Step by step}

Ähnlich wie Französisch (ihr erinnert euch, ich habe letzten Sonntag davon erzählt) war auch Chemie eines der Schulfächer, in denen mein Verständnis und Lernerfolg sehr stark vom Lehrer abhängig waren. Heute kann ich das, was ich mir vor dem Abi krampfhaft einzutrichtern versuchte, kaum mehr aus meinem Gedächtnis abrufen. Eigentlich erinnere ich mich nur noch daran, dass wir den Prozess der alkoholischen Gärung mit der Herstellung von Bananenwein im Reagenzglas nachwiesen, dass das chemische Symbol für Wasser H₂O ist und dass Sauerstoff, den wir einatmen, im Körper zu CO₂ wird. 
Und dann erinnere ich mich noch an einen Besuch in der Zuckerfabrik in der 11. Klasse. 



Niemals hätte ich gedacht, dass das, was dort in Offenau als Rübenschnitzel übers Fließband läuft und in großen Kesseln weiterverarbeitet wird, einmal einen so hohen Stellenwert in meinem Leben einnehmen würde. Heute vergeht kein Tag, an dem ich nicht Zucker verarbeite - oder zumindest zu mir nehme. 
Tatsächlich ist Zucker der wohl wichtigste Rohstoff in meinem Beruf. Ohne ihn geht gar nichts. Sogar beim Brotbacken unterstützt ein wenig Zucker die Triebkraft der Hefe. Zucker süßt. Zucker verbessert die Farbe von Gebäcken und hat Auswirkungen auf die Konsistenz von Massen und Teigen. Aber die wohl beste Eigenschaft von Zucker entwickelt er, wenn man ihn erhitzt und er sich verflüssigt, ehe er sich zu verführerischem Karamell bräunt. 

Es gibt viele tolle Rezepte, in denen die Herstellung von Karamell eine zentrale Rolle spielt: Karamellbonbons, Pralinen mit Salzkaramell-Füllung, Karamellsirup für Heißgetränke oder Eisbecher, Dulche de Leche (Milchkaramellkonfitüre), Creme Caramel... Meist sind sie auch gut beschrieben, aber was mir manchmal fehlt, sind die Bilder zu den einzelnen Arbeitsschritten. 
Deshalb habe ich euch heute eine kleine Bilderstrecke zusammengestellt:




Durch die Zugabe von weiteren Zutaten (siehe Step 5 und 6) kann aus einfachem Karamell leckerer Krokant hergestellt werden. Fügt man Nüsse oder Mandeln hinzu, erhält man Hartkrokant, mit Früchten (z. B. Belegkirschen, Orangeat, Zitronat, Sultaninen, Korinthen...) erhält man Fruchtkrokant. Butterkrokant wird durch die Zugabe von Butter geschmeidig, Weichkrokant enthält zusätzlich Schlagsahne. 

Ich flitze jetzt gleich zurück in die Küche, um Karamellcupcakes zu machen. Für euch habe ich im Folgenden noch ein paar Links gesammelt: Rezepte, die mir das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. 



Da ist sicher für jeden was dabei. Und für Ambitionierte ist hier noch etwas Inspiration, sich an Spiralen aus Karamell zu versuchen. 

Viel Erfolg! 

♥sabrina


4 Kommentare :

  1. Deine Bilderstrecke gefällt mir total gut, letztens habe ich das erste Mal Karamell gemacht, das nicht schwarz geworden ist. Hätte bestimmt schon früher geklappt, wenn ich deinen Post gesehen hätte ;)
    Ich finde deinen Header übrigens ganz bezaubernd!

    Liebe Grüße
    Mia

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    1. Vielen Dank, Mia, für die Komplimente zur Bilderstrecke und zum Header. Und viel Glück beim Karamell-Kochen nächstes Mal!

      ♥sabrina

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  2. Oh, die Bilderstrecke ist gut. Ich bin ein visueller Mensch und kann mir bebilderte Anleitungen sehr viel mehr anfangen als mit blossem Text. Deine tollen Bilder schnappe ich mir mal für mein Pinboard, wenns recht ist :o)

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    1. Klaro, sehr gerne! ;) Ich finde Bilder auch immer besser als Text - Rezeptbücher, in denen es nur zu jedem dritten Rezept ein Foto gibt, finde ich schrecklich, deshalb fotografiere ich selbst auch immer total viel.

      ♥sabrina

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Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, mir ein paar Zeilen zu hinterlassen. Sobald das Gebäck der Stunde im Backofen und der Timer gestellt ist, werde ich deinen Kommentar lesen und freischalten!