Rezept // Butterkuchen mit Zimt und Mandeln

Hefeteig ist langweilig.
Das war für sehr lange Zeit mein Standpunkt. Gebäcke mussten für mich immer bunt, ausgefallen, trendig, saftig oder zumindest mit Füllung sein. Aber glücklicherweise wird man während der Ausbildung zum Konditor zur Zubereitung von Hefeteigen und -gebäcken gezwungen. Hefeteig ist nämlich alles andere als langweilig! 
Es gibt so viele feine Sachen, die man aus Hefeteig machen kann: von einfachen Hefezöpfen über Osterkränze und Neujahrsschweinchen bis hin zu Plunderstücken, Croissants und Brioches. Mich reizt es, dass es so viel Erfahrung, Fingerfertigkeit und Hingabe bedarf, um wirklich perfektes Hefegebäck zu zubereiten. Und gleichzeitig gilt bei Hefeteig auch: die einfachsten Rezepte sind oft die besten. 

Ein Klassiker, von dem ich nie genug bekommen kann, ist Butterkuchen. Butterkuchen geht einfach immer. Wenn es draußen heiß ist und ich meinen Picknickkorb für einen Tag im Freibad oder am See packe, passt ein großes Stück davon ebenso gut wie an einem verregneten Herbstabend zu einer Tasse Tee. 




Weil er am ersten Tag am besten schmeckt und dann schnell austrocknet, mache ich immer nur ein kleines Blech Butterkuchen auf einen Streich - und dafür lieber öfter. Das nachfolgende Rezept ist also auf ein Brownie-Blech (ca. 25x25cm) abgestimmt. 

Butterkuchen mit Zimt und Mandeln


Hefeteig:

250 g Mehl 
20 g Hefe
30 g Zucker 
1 Prise Zimt
1 Prise Salz
1 Ei
75 g Milch 
45 g Butter, flüssig (+ extra Butter zum "Füllen") 

gehobelte Mandeln zum Bestreuen
Zimt (+ ggf. 1 EL Zucker) zum Bestreuen

Aus Milch, Hefe und ca. 150 g Mehl wird ein Vorteig geknetet. Sobald dieser anfängt, sich von den Kesselwänden zu lösen, können die restlichen Zutaten zugegeben und untergeknetet werden. (In der Küchenmaschine empfiehlt sich eine langsame Stufe, wenn der Knethaken verwendet wird.) 
Der Teig wird geknetet, bis er eine glatte, matt glänzende Oberfläche hat und sich von den Kesselwänden löst. Dann lässt man ihn an einem warmen Ort ca. 45 Minuten lang gehen. 




Danach wird der Teig auf einer bemehlten Fläche ausgerollt und in die gefettete Form gelegt. Mit dem Stiel eines Rührlöffels oder mit den Fingern werden kleine, regelmäßige Vertiefungen eingearbeitet. In diese werden kalte Butterflöckchen gelegt (alternativ können die Vertiefungen auch mithilfe eines Dressiersacks mit Vanillecreme o. ä. gefüllt werden). Darauf werden gehobelte Mandeln gestreut. Nach Belieben kann der Kuchen jetzt noch mit Zimt(zucker) bestreut werden. Dann wird er ca. 30 Minuten lang bei 180°C gebacken. {Wer in den Genuss eines Konvektomats mit Brotback-Funktion kommt, kann auch diese verwenden - zusätzliches Beschwaden ist bei Hefeteig immer gut, da der Wasserdampf der Lockerung dient!} Nach dem Backen kann der Butterkuchen nochmals mit flüssiger Butter bestrichen werden, dann wird er doppelt saftig! 

♥sabrina


4 Kommentare :

  1. Ich bin ja mit Hefe nicht so wirklich befreundet, aber dieser Butterkuchen hört sich richtig lecker an und die Idee mit der Vanillecreme erst! Vielleicht sollte ich mich wieder mal ran wagen, danke für das Rezept :)
    Liebe Grüße,
    die Anfängerin

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    1. Wenn man Geduld hat (oder sich, so wie ich, zur Geduld zwingt), funktionieren Hefegebäcke eigentlich recht gut. Aber wie bei allem in der Konditorei gilt auch hier: mit reichlich Erfahrung ist es kinderleicht. Aber das A und O ist das Gehenlassen. Wenn du dich an die im jeweiligen Rezept angegebenen Zeiten hältst, dürfte eigentlich nichts mehr schiefgehen. Gutes Gelingen!

      ♥sabrina

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  2. Hefeteig ist ganz und gar nicht langweilig, sondern total vielfältig und super lecker!!! Und Butterkuchen ist sowieso ein Hit :) Total lecker!!!
    Alles Liebe, Cathi von Carpe Kitchen!

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    1. Stimmt, inzwischen hab ich das auch eingesehen. :D Mit Hefeteig kann man einfach total viel machen...

      ♥sabrina

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Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, mir ein paar Zeilen zu hinterlassen. Sobald das Gebäck der Stunde im Backofen und der Timer gestellt ist, werde ich deinen Kommentar lesen und freischalten!