Tauftorten

Ich kann keine Torte mehr sehen. Es reicht! 

{Idiotischer Start für einen Post auf dem Back-Blog einer Konditorin, ich weiß... ABER wenn ihr seit April an ein und derselben Torte herumtüfteln, unentwegt Schaustücke aus Zucker und Schokolade gießen, Pralinen überziehen, Spritzgebäck füllen und Blätterteiggebäcke bis aufs Gramm berechnen müsstet - und zwar immer exakt mit den gleichen Füllungen und Geschmacksrichtungen - hättet ihr irgendwann auch genug davon!}

Meinen Mädels in der Backstube geht es da nicht anders. Kürzlich hatte meine Kollegin Lisa bereits ihre praktische Prüfung und schon seit Wochen müssen wir alle sowohl von ihren als auch von meinen Torten probe-essen. Mein Kühlschrank zuhause quillt über und sobald ich frage: "Möchte jemand Torte mitn-..." schreien mindestens fünf Leute: "Oh Gott! Nein, bloß nicht!" 

Produzieren für den Eigenbedarf kann und will ich zurzeit also beim besten Willen nicht - Torten für andere mache ich aber nach wie vor mit der gleichen Begeisterung. 
Am Wochenende durfte ich eine Tauftorte für den Sohn einer Freundin machen. Die Vorgaben waren einfach, der Spielraum riesig: Himbeercreme, ∅24 cm, hellblau eingedeckt, mit dem Namen des Kindes beschriftet und mit Spielzeug dekoriert. Natürlich wandelt man bei solchen Aufträgen immer ein wenig auf dem schmalen Grat zwischen dem, was man selbst gut findet, und dem Geschmack des Auftraggebers. Kreativität steht an erster Stelle - und jetzt schaut mal, was ich daraus gemacht habe: 


Gefüllt war sie mit Himbeercreme auf Schokoböden, eingedeckt und verziert habe ich sie mit Massa Ticino, Einschlagmasse aus Zucker. 

Am Sonntag gab es aber noch ein Fest. Auch mein Neffe Luis wurde getauft - Ehrensache, dass ich ihm ebenfalls eine kleine Torte eingesetzt habe! 



Luis ist jetzt schon ein Dreivierteljahr alt, kann schon fast laufen und sprechen und hat sich ganz begeistert die kleinen Elefanten angesehen. Wahrscheinlich wird er sich später nicht daran erinnern, aber ich glaube, in dem Moment hat er sich darüber gefreut (auch wenn er leider nichts davon essen durfte). 
Das obere Törtchen war ebenfalls eine Himbeercreme, unten waren die Böden zusätzlich mit Cointreau getränkt, dazwischen war Schokocreme. 

Und hier hab ich noch einpaar Detailansichten für euch: 


Kindertorten sind einfach die besten. Bei Gelegenheit zeig ich euch noch mehr davon, denn auf der Arbeit darf ich auch immer mal wieder super-goldige Törtchen für Täuflinge und Geburtstagskinder machen. Dschungeltorten, Sternenhimmel-Kuchen... Kinder-Torten-Träume, die wahr werden. 

4 Kommentare :

  1. oh ja, kindertorten finde ich auch schön! Und falls du noch eine Reste-Abnehmerin brauchst... :)

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    1. Test-Esser kann man immer brauchen! ;)
      ♥sabrina

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  2. So süüüüß geworden! Und bei der zweiten musste ich lachen - du weißt wieso. :D Talentiert, talentiert. Und ich kann völlig verstehen, dass du so langsam keine Torten mehr sehen (und wahrscheinlich auch nicht mehr essen) kannst. Bald ist es geschafft, ich drück dir die Daumen!

    Liebste Grüße
    Rebecca

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    1. Danke! Haha, ja, ich kann mi vorstellen, wieso du gelacht hast. RTL lässt grüßen.
      Und die Lust auf Torte wird sich sicherlich auch bald wieder einstellen. Ich glaube fest daran!
      ♥sabrina

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