Rezept // Brownies mit Vanilleeis

In einer Woche wird es schon wieder ernst: der praktische Teil meiner Gesellenprüfung steht an. 
Inzwischen kennt ihr mich ja so weit, dass ihr euch sicher vorstellen könnt, wie verrückt ich mich schon wieder mache... Aber so ist das halt, wenn man hohe Ansprüche an sich selbst (und an alle anderen) hat. Mein Rahmenprogramm steht inzwischen aber fest, jetzt geht es nur noch darum, Kleinigkeiten zu üben, Dekorationsmaterial für die Präsentationsfläche zu finden und am Zeitmanagement zu feilen. Und zu hoffen, dass das Wetter noch anderthalb Wochen hält (ich weiß, ihr hasst mich sicher dafür - aber ich bete, dass es noch kalt bleibt, dann gehen die Pralinen und die ganze Schokolade doch viel besser von der Hand #konditorprobleme).



Und weil bei der ganzen Überei und dem vielen Stress "comfort food", wie man auf neudeutsch so schön sagt, mehr als nötig ist, braucht mein Körper dieser Tage viel Schokolade. Natürlich will ich trotzdem etwas Selbstgebackenes auf meinem Teller haben - aber schnell, einfach und unkompliziert muss es gehen. Erfolgserlebnisse im Schnellverfahren für meine angeknackste Konditorehre inbegriffen. 

Mit weniger als zehn Minuten aktive Arbeitszeit kenne ich nur ein Gebäck, das all diese Eigenschaften vereint: der Brownie (nicht zu verwechseln mit dem schottischen Heinzelmännchen). 
Er entstand in den USA und Kanada gegen Ende des 19. Jahrhunderts als eine Kreuzung aus Rührkuchen und Keks und wurde als Dessert für eine Damengesellschaft im Palmer House Hotel in Chicago kreiert. Wie genau dabei ausgerechnet das entstand, was wir heute als Brownie kennen, ist nicht ganz klar - manche glauben an ein Versehen des Kochs, der versehentlich Schokolade zum Keksteig gegeben haben soll. 
Eine andere Legende besagt, er habe das Mehl vergessen. Und wie bei jedem guten Gebäck kommt als dritter Mythos auch noch die Hausfrau ins Spiel, der das Backpulver ausgegangen sein soll, weswegen sie einfach improvisiert und einen flachen Kuchen aufgetischt haben soll. 

Wem auch immer wir es zu verdanken haben - es war in jedem Fall eine clevere Erfindung. Nichts schmeckt besser als ein lauwarmer Brownie mit Vanilleeis. Und ist ein Eins-A-Mittel gegen Prüfungspanik, so viel ist sicher! 



Brownies par excellence 


375 g dunkle Schokolade
250 g Butter
300 g Zucker 
5 Eier
220 g Mehl 

Über dem Wasserbad Schokolade und Butter schmelzen, dann nacheinander Zucker, Eier und Mehl unterrühren und alles gut vermischen. In eine gefettete Brownieform oder einen kleinen Backrahmen geben (ca. 25x25 cm) und bei 180°C ca. 40 Minuten lang backen. 

Wenn sich die Oberfläche papierartig anfühlt und die Masse noch leicht zähflüssig ist, bei der Stäbchenprobe aber nur noch minimal am Stäbchen hängen bleibt, hat der Brownie die perfekte Konsistenz und kann aus dem Ofen genommen werden: er ist durchgebacken, aber innen noch schön saftig. 

Noch lauwarm kann er aus der Form genommen und in rechteckige Stücke geschnitten werden. Serviert mit Vanilleeis oder zerbröselt im Eiskaffee... himmlisch. 



2 Kommentare :

  1. Ich kann dir gar nicht sagen, WIE GERN ich gerade was davon hätte! Ohhhhhaaaa und ich hab so keine Zeit zum Backen! :((( Wünsche dir viiiiel Erfolg bei der praktischen Prüfung und kaltes Wetter!

    Liebe Grüße
    Rebecca von bambi backt

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    1. Dankeschön! Wird schon schief gehen. ;)
      Mir geht es so, dass ich zu viel Zeit zum Backen habe. Und immer nur Blätterteig und Sahnetorte. Alles für die Prüfung. Das geht mir langsam echt auf die Nerven. Aber egal - in einer Woche ist alles vorbei.

      ♥sabrina

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Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, mir ein paar Zeilen zu hinterlassen. Sobald das Gebäck der Stunde im Backofen und der Timer gestellt ist, werde ich deinen Kommentar lesen und freischalten!