Workshop // Torten-Finale

Die Böden sind gebacken und vorbereitet, die Crème ist fertig - und uns trennen nur noch wenige Schritte von der perfekten Himbeercrème-Torte. 

1. Die Tränke 
Da die Crème selbst relativ wenig Feuchtigkeit abgibt und eine Torte mit saftigen Böden einfach besser schmeckt, werden Crèmetorten in der Regel getränkt. Für die Tränke habe ich ca. 80 ml Wasser mit etwas Cachaça und einem Teelöffel Zucker gemischt und in eine Dosierflasche gefüllt. Generell eignet sich zum Tränken jeder Alkohol oder auch Fruchtsaft für eine ggf. bunte und gleichzeitig alkoholfreie Variante. Für eine neutrale Tränke kann man auch eine Zuckerlösung kochen. 




2. Die Buttercrème  
Die Crème wird unmittelbar vor dem Gebrauch über Hitze (Wasserbad oder Herdplatte) im Schlagkessel mit dem Handbesen aufgeschlagen. Dabei wird auch das Himbeermark zugegeben. Ich habe nicht alles auf einmal zugegeben, sondern zunächst nur knapp zwei Drittel der Crème mit soviel Mark vermischt, dass sie einen deutlichen Himbeergeschmack annahm (nach Belieben kann noch etwas Zucker zugegeben werden). 





3. Der erste Boden 
Hat man sich die Mühe gemacht und eine Mürbeteigunterlage gebacken, wird diese mit Aprikosenkonfitüre und Vollmilchschokolade (oder wahlweiße beidem) bestrichen, ehe der erste Boden aufgelegt und mit einem Ring umstellt wird. Hat man sich das gespart und nur einen Boden mit Kuvertüre bestrichen (so wie ich das getan habe), legt man diesen mit der Schokoschicht nach unten auf eine Blechscheibe oder eine flache Platte und umstellt diesen ebenfalls mit einem Ring. Man träufelt etwas von der Tränke gleichmäßig auf den Boden, dann gibt man etwas Buttercrème darauf, die man mit einer Winkelpalette im Kreis glatt streicht. 




4. Der Anstrich 
So schichtet man also einen Boden nach dem anderen aufeinander, tränkt jeden ausreichend und streicht immer wieder Buttercrème auf, bis alle Böden aufgebraucht sind. Mit der stumpfen Seite eines Messers fährt man innen am Ring entlang, um diesen zu lösen und abnehmen zu können. Dann geht es ans Anstreichen: ich wollte ein Pastellmuster erzielen und habe deshalb die ganze Torte zunächst neutral weiß eingestrichen. Dazu habe ich weiße (nicht mit Himbeermark angerührte) Buttercrème auf den obersten Boden gegeben und mit der Winkelpalette glattgestrichen, ehe ich den Rand mit einem glatten Palettmesser eingestrichen habe. Das braucht etwas Übung, klappt mit einer weichen Crème aber recht gut. Dazu nimmt man einfach immer wieder ein wenig Crème auf die Palette und trägt sich am Rand auf, indem man die Palette senkrecht von oben anlegt. 



5. Der Glattstrich 
Am Rand streicht man am besten mit einem Horn (Teigschaber/Schlesinger) rund um die Torte, um einen glatten Rand zu erzielen. Dann trägt man mit einer Palette den Crèmewulst, der sich am oberen Rand gebildet hat, ab, indem man die Palette schräg hält und zur Mitte hin streicht. Wenn der Rand glatt und die Kante scharf ist, ist die Torte fertig zum Verzieren. 




6. Der Dekor 
Dazu habe ich einen Teil der restlichen Crème mit ein wenig Himbeermark leicht rosa, den anderen Teil pink gefärbt (das Beste daran ist, dass man wegen der tollen roten Farbe des Marks gänzlich auf Lebensmittelfarben verzichten kann!) und dann in Reihen am Rand aufgetragen und verstrichen. Mit einer Sterntülle habe ich oben und unten einen Dekorrand aufdressiert. Auf die Oberfläche habe ich rosa Glitzerzucker gestreut und eine rote Pfingstrose, deren Stiel ich zuvor mit Alufolie umwickelt hatte, in die Mitte gesteckt. 

War doch gar nicht so schwer, oder? 
Ich hoffe, euch hat dieser kleine Workshop eben so viel Spaß gemacht wie mir und ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Tortenkreationen (gerne mit Link zum Blog in den Kommentaren oder mit Bild via Email, Facebook oder Twitter - oder auch auf Pinterest) zeigen würdet. 

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