Rezept // Omas Birnenkuchen

Inzwischen friste ich nun schon den dritten Tag in Folge aufgrund einer Grippe auf der Couch - einsam und gelangweilt. 
Einsam, weil seit gut zwei Wochen mein kleiner Kater Luigi spurlos verschwunden ist (und ich vermute, dass er überfahren wurde, weil ich am Tag seines Verschwindens auf dem Weg zur Arbeit ein nicht weiter identifizierbares Bündel auf der Straße vor dem Haus habe liegen sehen).
Und gelangweilt, weil mich die Grippe natürlich zwangsweise aus Küche und Backstube verbannt hat. 



Damit ihr aber nicht auch noch auf den Duft von Frischgebackenem verzichten müsst, hab ich mal im Archiv gekramt und ein tolles Rezept von meiner Oma herausgesucht, das ich heute mit euch teilen möchte. 
Dieser Birnenkuchen besticht durch einen knusprigen Mürbeteig-Boden, eine leckere Birnen-Pudding-Füllung und einen fluffigen Guss. Und mit einer süßen Dekoration eignet er sich auch noch als Sonntagskuchen zum Muttertag {Puderzucker-Schablone zum Ausdrucken am Ende des Rezepts}.

Omas Birnenkuchen

250 g Mehl
80 g Zucker
1 Ei
125 g kalte Butter
1 gestr. TL Backpulver
1 Prise Salz

1 Päckchen Vanillepuddingpulver
0,5 l Birnensaft 
1 EL Zucker 

2-3 Dose Birnen

90 g Puderzucker
3 Eigelb
1 Becher saure Sahne
3 Eiweiß 

Aus Mehl, 80 g Zucker, dem Ei, 125 g Butter, Backpulver und Salz wird ein Mürbeteig geknetet, der ca. 30 Minuten in den Kühlschrank gestellt und nach der Ruhezeit ausgerollt und in eine gefettete Springform gelegt wird. {Anm.: Ich habe eine Springform ∅26cm benutzt, meine Oma nimmt immer eine mit ∅30 oder sogar 32cm, bei gleicher Rezepturmenge - mein Kuchen wurde dadurch gedrungener und höher, aber genauso lecker!}

Auf den Kuchenboden werden die Birnenschnitze gleichmäßig verteilt {Anm.: In Omas Rezept stand "1 Dose", ich habe allerdings die Vermutung, dass die Birnendosen im Laufe der Jahre kleiner geworden sind, denn ich bin schon mit 2 Dosen fast in die Bredouille geraten - ich mag meinen Kuchen fruchtig, also mit vielen Birnen, deshalb tendiere ich eher zu 2-3 Dosen, aber das kann jeder halten wie er will.}

Das Puddingpulver mit dem Zucker mischen und mit einem kleinen Teil des Birnensafts glattrühren. Den restlichen Saft zum Kochen bringen, dann mit dem angerührten Saft abbinden. Den Pudding über die Birnen geben und den Kuchen bei 180-200°C ca. 35 Minuten backen. 

Eiweiß zu Schnee schlagen und dabei den Puderzucker langsam einrieseln lassen. Eigelb und saure Sahne vorsichtig unterheben, alles auf dem Kuchen verteilen und nochmals 20 Minuten bei mittlerer Hitze fertigbacken. 

Nach dem Auskühlen aus der Form lösen, hübsch auf einer Tortenplatte anrichten und mit Puderzucker abstauben. Dazu z. B. mithilfe der folgenden Vorlage eine Herzschablone basteln. 





Dieses Rezept kann man übrigens auch sehr gut variieren, zum Beispiel indem man die Birnen durch Pfirsiche ersetzt

♥sabrina
Hier geht's jetzt noch zur Bastel-Vorlage. 


Einfach ausdrucken und das Herz ausschneiden. Dann könnt ihr entweder den Umriss auf den Kuchen legen und mit Puderzucker bestauben, sodass gewissermaßen ein Puderzucker-Herz die Oberfläche ziert - oder ihr macht es wie ich und legt das Herz auf, sodass der Umriss des Herzens auf dem Kuchen erscheint. Oder ihr könnt eure eigenen Motive ausschneiden oder anderweitig improvisieren - aber dann bestehe ich darauf, dass ihr mir umgehend davon erzählt! ;) 






4 Kommentare :

  1. Ohhhh, sieht der lecker aus!!! Ich will ja eigentlich unbedingt zwei Kilo abnehmen, aber als Food-Bloggerin hat man da irgendwie keine Chance - vor allem nicht, wenn man dauernd bei anderen so gute Sachen gezeigt bekommt! :D

    Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass Luigi nichts passiert ist - vielleicht wohnt er nur vorübergehend bei einer alten Omi, die ihn mit ungesund viel Katzenfutter vollstopft und kommt in ein paar Tagen zu dir zurückgerollt - und dir wünsche ich noch immer eine flotte Genesung! So ein Stück Birnenkuchen von Omi würde diese bestimmt beschleunigen. ;)

    Liebste Grüße
    Rebecca

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    1. Oje, ich glaube, das mit den zwei Kilos kannst du dir auf jeden Fall abschminken! Als Foodbloggerin kannst du das vergessen, denn du musst ja nicht nur die Köstlichkeiten von anderen sehen, sondern musst auch deine eigenen Rezepte evtl. mehrmals backen, ehe du sie veröffentlichen kannst...
      Aber das geht uns schließlich allen so! (Und ja, so ein Stück Birnenkuchen hätte ich jetzt wirklich gern!)

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  2. Antworten
    1. Er schmeckt auch so, das kann ich versprechen! ;)

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Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, mir ein paar Zeilen zu hinterlassen. Sobald das Gebäck der Stunde im Backofen und der Timer gestellt ist, werde ich deinen Kommentar lesen und freischalten!