Rezept // Weiße Cupcakes mit Canache von der Tonka-Bohne

Bereits seit Weihnachten liegt in meinem Vorratsschrank ein kleines Tütchen mit vier verschrumpelten Bohnen herum - und den heutigen Tag habe ich dazu auserkoren, dieses Tütchen endlich einmal aufzumachen. 




Die unangefochtene Pâtisserie-Queen meiner Backstube, meine liebe Kollegin Heléna, ist vor Weihnachten nach Stuttgart in die Markthalle gefahren, um Tonkabohnen für mich zu kaufen. Bisher traute ich mich irgendwie nicht so richtig, sie zu verwenden (und konnte mich auch nicht entscheiden, wofür eigentlich), obwohl ich den besonderen Geschmack von Tonka total mag. 

Nachdem ich also noch die halbe Nacht Backbücher gewälzt und das Internet durchforstet habe, habe ich mich entschieden, ein paar meiner Lieblings-Vanille-Cupcakes-Rezepte zu kombinieren und eine weiße Canache von der Tonka-Bohne oben drauf zu setzen. 




Das, was jetzt bei der ganzen Entscheidungsfindung herausgekommen ist, ist ein tolles Rezept für die Tage, an denen man vergisst, die Butter vorher aus dem Kühlschrank zu nehmen (das passiert mir jedes Mal...). Während man nämlich darauf wartet, dass eben jene etwas wärmer und weicher wird, kann man die Tonkabohnen schon einmal mit der Milch aufkochen. 

Aber der Reihe nach: 


Weiße Cupcakes mit Canache von der Tonka-Bohne 


150 g Mehl 
27 g Weizenstärke 
150 g Zucker
1/2 TL Vanillezucker 
10 g Backpulver

42 g Margarine
42 g Butter

116 ml Milch 
2 Tonkabohnen
1 Vollei
1 Eiweiß

Zuerst* die Milch aufsetzen und zusammen mit einer ganzen Tonkabohne aufkochen. Mehl, Stärke, Backpulver, Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel mischen (Mehl und Stärke ggf. sieben). 
Ein Ei aufschlagen, das andere trennen. Eigelb aufbewahren, das Eiweiß zum Vollei dazugeben und leicht durchrühren. 
Butter und Margarine kurz schlagen - eine cremige Konsistenz ist erwünscht, richtig schaumig muss es aber nicht sein. 
Tonkabohne aus der Milch fischen und auf einem Küchenpapier trocknen lassen (nicht wegwerfen! Eine Tonkabohne kann bis zu 10 Mal mit Milch oder Sahne aufgekocht werden!). 
Die Milch ggf. herunterkühlen (alles unter 80°C ist in der Regel okay, es geht nur darum, dass die Eier nicht ausflocken), dann mit den Eiern verrühren. 
Abwechselnd nun von der trockenen Mehlmischung und von der Eiermilch zum Fett dazugeben und im Standmixer kurz durchrühren bis alles gut vermischt ist. Mithilfe eines Eisportionierers auf 12 Muffinpapiere verteile und ca. 23 Minuten bei 165°C backen. 




Für die Canache 

200 g Sahne kurz aufkochen,
von 1 Tonkabohne etwas mit einer Muskatreibe abreiben (sparsam!), mitkochen, dann sieben und über
150 g weiße Kuvertüre (gehackt) gießen. 
Mit einem Rührlöffel oder Spatel von innen nach außen in größer werdenden Kreisen rühren, bis sich alles zu einer glatten Masse vermischt hat. Kurz abkühlen lassen, dann mit dem Standmixer oder Handrührgerät aufschlagen, bis eine sahne-ähnliche Konsistenz erreicht ist. Der Standmixer ist hier eindeutig die bessere Wahl, denn das kann eine Weile (ca. 10-15 Minuten) dauern. 
In einen Spritzbeutel füllen und auf die abgekühlten Cupcakes dressieren. 

Die Menge an Canache ist relativ knapp bemessen, weil meine Cupcakes weich und saftig sind und ich finde, dass ein Cupcake-Creme-Verhältnis von 2:1 durchaus angemessen ist. Wer aber gerne viel Creme auf seinen Cupcakes hat, sollte vielleicht besser mit der 1 1/2- oder sogar 2-fachen Menge kalkulieren. 

*note to self: Butter/Margarine rauslegen! ^^




Ich hoffe, die Tonka-Cupcakes schmecken euch genauso gut wie mir selbst. Spätestens seit heute bin ich ein totaler Fan von Tonkabohnen und werde sie in Zukunft sicher öfter verwenden. 
Das Rezept funktioniert übrigens genauso gut mit Vanilleschoten (der Länge nach aufschneiden, Mark jeweils in die Milch bzw. Sahne geben, Schoten noch mitkochen, nochmals auskratzen und dann rausfischen) und ich könnte mir vorstellen, dass auch andere Gewürze sich ganz gut machen würden. Das probiere ich vielleicht ein anderes Mal. 




3 Kommentare :

  1. Tonkabohnen kenne ich gar nicht ... wonach schmecken die? Die Cupcakes sehen aber schon mal sehr lecker aus!

    Liebe Grüße
    Rebecca von bambi backt

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  2. Der Geschmack ist ziemlich schwer zu beschreiben. Sie riechen ein bisschen nach Bittermandeln, der Geschmack liegt auch irgendwo in der Richtung. Aber ein richtiger Vergleich fällt mir ehrlich gesagt gar nicht ein. Einfach mal probieren!
    ♥sabrina

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  3. Die Canache hört sich toll an!

    Die kann man bestimmt auch in Hohlkugeln füllen (bevor man die Masse aufschlägt), oder?

    Lieben Gruß,
    Conni

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